Kleine Chancen auf den Aufstieg
Oeventrop. Noch steht die Entscheidung aus, ob Handball-Bezirksligist SG Ruhrtal wie sein Tabellennachbar TV Lössel zwei Punkte gutgeschrieben bekommt, denn der betroffene TuS Ferndorf III hat Einspruch gegen den Abzug von insgesamt fünf Zählern eingelegt. Aber auch ohne die Gutschrift am „Grünen Tisch“ hat sich die Ausgangslage für den Tabellenfünften letzte Woche durch die Ausrutscher von Evingsen und Voerde und den eigenen Erfolg in Hasperbach beträchtlich verbessert.

Höchste Einsatzbereitschaft
„Eigentlich hatten wir das Thema Aufstieg abgehakt, aber wir werden, obwohl wir nach wie vor Personalprobleme haben, auf jeden Fall alles geben, um die sich plötzlich ergebenen Chancen zu nutzen“, verspricht Trainer Frank Mähl höchste Einsatzbereitschaft. Und die wird auch nötig sein, denn am Samstag (19.30 Uhr) kreuzt mit Aufsteiger HSG Hohenlimburg II ein Gegner auf, der ebenfalls hochmotiviert sein wird, weil er noch mitten im Abstiegskampf steckt.

Ein Fakt, der die Favoritenrolle der SG deutlich eingrenzt, denn die Hohenlimburger nutzen schon seit Wochen die Möglichkeit, sich mit Stammkräften der „Ersten“ zu verstärken. Die Erinnerung ans Hinspiel, als die HSG defensiv herausragend agierte und zur Pause mit sage und schreibe 19:3 führte, weckt bei den Oeventropern besonderen Ehrgeiz, sich von ihrer besten Seite zu zeigen.

Viele Ausfälle im Team
Auf Kevin Probst und David Bauerdick, die erst nach Ostern wieder einsteigen sowie Stammkeeper Henrik Basler muss Mähl weiterhin verzichten. Ob Lukas Struwe nach seinem Augenhöhlenbruch wieder einsteigt, ist ebenso offen wie die Einsatzfähigkeit von Jannik Lehmenkühler, bei dem Bluthochdruck festgestellt worden ist. Unter diesen schwierigen Voraussetzungen wird die SGR gerne hören, dass Hohenlimburg ohne Keeper Fritzsche und vermutlich beide Wittke-Brüder anreisen wird und äußerst ungerne in harzfreien Hallen spielt.

Auf Schützenhilfe des TV Neheim, der am Samstag um 17 Uhr beim Rangdritten TG Voerde antritt, darf die SG nicht bauen, denn zum einen hat Voerde daheim überhaupt noch keinen Punkt abgegeben, zum anderen muss der Tabellenachte auf die Urlauber Felix Pater und Matthias Hemeke verzichten, ist äußerst fraglich, ob es Spielmacher Moritz Pater rechtzeitig aus Stuttgart schafft.

Am größten aber bleibt das Torhüterproblem. „Wenn uns nicht Holger Weck aus der Reserve aushelfen kann, müssen wir einen Feldspieler zwischen die Pfosten stellen“, verrät Trainer Ludger Klinkemeier, der händeringend auf die Rückkehr seiner Stammkeeper Nick Grosse und Stephan Baukmann wartet. Die „Joker“ Simon Scalogna und Julian Hoffmann stehen nämlich auch nicht zur Verfügung und lassen die personellen Voraussetzung dadurch nicht rosiger erscheinen.