Weibliche A-Jugend: TV Arnsberg – SG Ruhrtal 29:21 (14:13)
Derbyspiel mit Hindernis.
Zu Gast war die SG Ruhrtal am Sonntag dem 29.04 bei dem TV Arnsberg. Es war wieder Derbyzeit, wo enormer Teamgeist und besondere Motivation vorhanden sein musste. Es war von Anfang an klar, dass das Spiel kein leichtes werden würde, weil Derbys eben eine andere Sache sind. Ziel war es vor allem, durch gegenseitige Motivation die Arnsberger zu demotivieren und uns zu "pushen".

Der Trainer erzählte vor diesem Spiel, wie es ihm am Herzen liegt, dieses Spiel zu gewinnen oder zu zeigen, dass WIR den Arnsbergern Einhalt gebieten können. Die Ruhrtaler Jugend wollte heute alles dafür tun, die 2 Punkte zu holen. Diese Leidenschaft für den Handball konnte man in der ersten Halbzeit sehr gut erkennen. Sie ließen bis auf ein paar Kleinigkeiten nichts anbrennen sowohl in der Deckung als auch im Angriff. Auffällig war, dass die Außen relativ uneingeschränkt Raum zur Verfügung hatten. Es wurden aber die Abschlüsse/Anspiele nach Außen selten gesucht. Heute war die Hemmschwelle einfach größer als sonst, es wurden Aktionen nicht genutzt, die genutzt werden mussten. Die SG Ruhrtal ging mit einem knappen Rückstand in die Pause (14:13).


Vorher in der Auszeit wurde Tempospiel besprochen, weil die Arnsberger sichtlich zu kämpfen hatten. In der Halbzeitpause wurde es wiederum angesprochen, "schnelle Mitte" zu spielen, "1. und 2te Welle" zu spielen, keine überhasteten Aktionen zeigen. "Wir sind hier noch im Spiel, aber müssen jetzt noch einmal eine Schüppe drauflegen", meinte der Trainer. Los ging es in mit einer etwas auseinandergezogen Deckung, wodurch sich die Arnsberger Jugend etwas mehr Luft verschaffen konnte. Das Problem war aber leider ein anderes, es wurden weiterhin im Angriff keine konzentrieren Abschlüsse gesucht, wenn überhaupt auf das gegnerische Tor gegangen wurde. Es wurde keine Torgefahr ausgestrahlt, eine Umstellung auf 2 Kreisläuferinnen brachte leider auch nicht die erhoffte Wendung. Die Kreisläuferinnen wurden leider wie die Außen-Spielerinnen größtenteils nicht mit genommen und hatten somit keine Chancen. Die Fehler wurden leider immer mehr und die Arnsberger setzten sich mit klarem Kopf weiter durch.

Letzte Hoffnung: Auszeit! Noch war es nicht zu spät wieder wach zu werden, um endlich wieder Teamgeist zu zeigen, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Der Kampfgeist war wieder vorhanden, aber eine gute Deckungsarbeit in den Arnsberger Reihen brachten die SG Ruhrtal nicht mehr nach vorne. Somit verblieb es beim 29:21, wo mehr drin gewesen wäre, aber heute nicht war.

Das zu Anfangs erwähnte Motivieren, Demotivieren, ist bei uns aufgetreten und nicht wie geplant bei dem TV Arnsberg, sie waren heute einfach die bessere Mannschaft und konnten sich den Sieg sichern. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir auch da dran arbeiten können und es wirkliche Kopfsache war. "Derby verloren, aber an Erfahrung gewonnen", merkte der Trainer an.

SGR: Osterhaus, Achtermann, Albrecht, Bodenstaff, Burmann, Gerlach, Heinemann, Löser, Schmidt, Storm, Verch, Vollmer