Spielberichte 2005/06 – 1. Herren
SG Ruhrtal – HV Sundern (Sa., 19.30 Uhr). Vorbericht Brüggemeier gibt Abschied vom HV Sundern bekannt (WP) (vs) Vor dem Derby in der Handball-Kreisliga zwischen der SG Ruhrtal und dem HV Sundern hat Gästetrainer Andreas Brüggemeier seinen Abschied aus Sundern zum Saisonende angekündigt. „Mir fehlt die Perspektive“, begründet Brüggemeier seine Entscheidung. „Ich habe nur einen sehr kleinen Kader mit einem hohen Altersschnitt, und aus der Jugend kommt nichts nach.“ Wahrscheinlich ist eine Rückkehr zu seinem Heimatverein TV Arnsberg. In letzten Gesprächen mit Handball-Abteilungsleiter Sigi Pauleck und Geschäftsführer Bernd Rapude will er seinen Wechsel zu den Arnsbergern dingfest machen. Boris von Rüden vom HV Sundern (weißes Trikot) fehlt im Derby bei der SG Ruhrtal wegen einer Schulterverletzung. Foto: vs Beide Teams treten mit Rumpfmannschaften an. Bei Ruhrtal fehlen Wolf, Reckermann, Klemm und Storm weiter verletzt und auch Torwart Dirk Müller ist fraglich. Um so wichtiger ist, dass Jürgen und Waldemar Schulz sowie Julian Dieler noch rechtzeitig in Oeventrop ankommen. Nach einer Tagestour nach Paris landet ihr Flieger am Samstag um 18.10 Uhr in Dortmund. Meinolf Kothe macht dennoch eine Kampfansage: „Wir haben gegen Lössel gewonnen und sind auch im Derby gegen Sundern nicht chancenlos“. Bei Sundern hat sich Boris von Rüden zu den langzeitverletzten Grünebaum und Hirschberg gesellt und wird mit seiner Schulterverletzung vom vergangenen Samstag einige Wochen ausfallen. Trainer Brüggemeier versucht noch Spieler aus der Reserve zu holen, weil er ansonsten mit nur einem Auswechselspieler anreisen müsste. (WR) Beide Teams haben vor dem Derby Personalprobleme. Sundern muss neben Hirschberg und Axel Grünebaum auch Boris von Rüden (Schulter) ersetzen. Bei Ruhrtal fehlen Köss und Reckermann. TW Müller (Training abgebrochen), Schulz und Diehler (Klassenfahrt) sind fraglich. Das Hinspiel gewann Sundern mit 25:12. Das Rückspiel wird enger. SG Ruhrtal – TV Lössel II 24:22 (11:12). (WP) „Wir hatten uns vorgenommen, die stabile aber nicht besonders schnelle TV-Deckung immer wieder mit unserem Tempospiel unter Druck zu setzen. Die Rechnung ist aufgegangen“, erzählte SG-Trainer Meinholf Kothe zufrieden. Sein Team konnte das Tempo hoch halten und ging 80 Sekunden vor Schluss mit 24:21 in Führung. Für Lössel war es erst die dritte Saisonniederlage. Eine besonders starke Leistung attestierte Kothe Olaf Lehmenkühler und Daniel Branco, der sich im Sommer das Schlüsselbein gebrochen hatte und nun wieder voll einsteigen will. SG: D. Müller, R. Müller; Lehmenkühler (6), Humpert (1), Y. Schäfer (4/3), Klute, W. Schulz (4), J. Schulz (3), Branco (6), Dieler. Vorbericht (WP) Der Tabellenzweite aus Lössel stellt mit 216 Gegentoren eine der besten Deckungen der Liga. SG-Trainer Kothe setzt auf die Heimstärke, sieben der bisher neun Punkte holte sein Team in der eigenen Halle. Gegen Lössel werden Storm, Klemm, Reckermann und Wolf fehlen. (WR) Die Ruhrtaler möchten den Tabellenzweiten ärgern. „Wir sind aber krasse Außenseiter“, so SGR-Trainer Meinolf Kothe. HSG Hohenlimburg II – SG Ruhrtal 24:20 (17:8) Starke erste Hälfte reicht zum Sieg (WR, Hohenlimburg, emmi) ) Erste Hälfte hui, zweite Halbzeit pfui – so lässt sich der Auftritt der HSG gestern Abend trefflich beschreiben. Denn während die Hohenlimburger vor der Pause eine sehenswerte Leistung boten, lief im zweiten Abschnitt nichts mehr zusammen. „Vor dem Seitenwechsel haben wir das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten und sind mit Tempo zum Erfolg gekommen. Danach war davon allerdings nichts mehr übrig“, stellte Interimscoach Jörg Walter nüchtern fest. Bis zum 3:3 (5.) verlief die Partie ausgeglichen, dann nahmen die Gastgeber das Heft in die Hand: Manuel Köhl (2) und Michael Quick sorgten beim 7:4 für die erste deutliche Führung. Noch besser sollte es aber laufen, als Walter mit Sebastian Kind und Tobias Viße die beiden A-Jugendlichen ins Rennen warf. Denn die machten ihre Sache mehr als gut. Zunächst zeigte sich Kind im Rückraum erstaunlich abgebrüht und traf per Doppelschlag zum 10:6 (18.), dann schaltete Viße den Turbo ein und brachte den Ball bis zum Pausenpfiff viermal im SG-Gehäuse unter. Da sich auch seine Nebenleute gleichermaßen spielfreudig wie treffsicher präsentierten, schien beim 17:8 bereits alles entschieden. Doch dem war nicht so, da die Hohenlimburger ihr handballerisches Können offenbar in der Kabine vergessen hatten. Bis zum 21:13 (46.) hielten sie die Sauerländer noch auf Distanz, dann aber erlaubten sie sich hinten wie vorne geradezu haarsträubende Fehler. Ruhrtal nahm´s dankend zur Kenntnis und witterte spätestens beim 21:18 (54.) noch einmal Morgenluft. Die HSG-Akteure schienen zu spüren, dass diese Partie doch noch nicht entschieden war und bauten den Vorsprung durch Markus Hinz und Viße wieder auf fünf Treffer aus (23:18, 57.). Das war die Entscheidung. HSG II: Schirmer, Köhl (3/2), Hinz (3), Viße (5), Kind (4), Utraczik, Bammel (3), Lehmann, Quick (1), Nölle (5), Zelder. Youngster Tobias Viße drehte nach seiner Einwechslung im ersten Durchgang mächtig auf und markierte innerhalb einer Viertelstunde vier Treffer. Der Vorsprung, den sich die HSG bis zur Halbzeit erspielt hatte, schmolz im zweiten Abschnitt allerdings merklich zusammen. (WR-Bild: Ute Theimann) Vorbericht (WR, Hohenlimburg, emmi) Während die meisten Handballer noch bis zum Wochenende pausieren, ist Kreisligist HSG Hohenlimburg II bereits am heutigen Donnerstag wieder im Einsatz. Um 19 Uhr empfangen Zelder und Co. die SG Ruhrtal zum Nachholspiel, das im Dezember wegen des starken Schneefalls im Sauerland ausgefallen war, in der Halle Wiesenstraße. Da Trainer Andreas Klement beruflich verhindert ist, coacht einmal mehr Jörg Walter die Mannschaft. Und der peilt gegen die vor allem aus Routiniers bestehende Gäste-Mannschaft zwei Punkte an: „Wir müssen 60 Minuten lang Tempo spielen und Gegenstöße laufen. Dann können wir mit diesem Kader eigentlich jeden Gegner in dieser Klasse schlagen.“ Und die Vorzeichen stehen recht gut: Obwohl er auf die verhinderten Jan Heider und Derrick Längerich sowie auf die erkrankten Tobias Dahl und Uwe Dewenter verzichten muss, stehen „Yogi“ Walter zwölf Spieler zur Verfügung. (WR) 224 Tore in elf Spielen Erst einmal finden mussten sich die SG Ruhrtal und ihr neuer Trainer Meinolf Kothe. Die ersten drei Partien gingen glatt verloren, was aber auch am Verletzungspech lag. Anschließend wurden einige altgediente Spieler aus dem Handball-Ruhestand geholt, wodurch das Team deutlich an Stabilität gewann. Mittlerweile ist die SG Ruhrtal als Tabellenneunter aus den gröbsten Abstiegsnöten raus, muss aber bei bisher nur 224
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